Ganze Tage - Ganze Nächte
von Xavier Durringer
aus dem Französischen von Ina Schott
mit: Adriana Altaras, Hildegard Schroedter, Dominik Bender,
Johannes Herrschmann, Johannes Hitzblech, Ayhan Sönmez und Mesut Tufan
Regie: Rhys Martin
Bühne: Isolde Wittke
Kostüme: Karoline Zech
Licht: Urs Hildbrand
Regieassistenz: Manuela Kelch
Premiere am 17. November 1998
"Das Ensemble hat genau hingeschaut auf die da draußen. Auf die kleinen Gesten und die kleinen Leute, auf die kaputten Biographien an jeder Ecke. Aber die Inszenierung beläßt es nicht bei der kruden Abbildung der Realität; wir sehen keinen psychologisierenden Naturalismus, nein, mit einem Wort: wir sehen den real existierenden Absurdismus. Muß man sehen!"

Zitty, Dirk Pilz

"Die Regie gibt den kleinen Geschichten erst einen poetisch-surrealen Kick. Xavier Durringers zusammengewürfelte Textvorlage bekommt auf diese Weise einen besonderen Glanz."

Berliner Morgenpost, Peter Hans Göpfert

"Sie collagieren und kompilieren die mal flach-, mal tiefgründenden Einsamkeitsergießungen dieser sieben Figuren, daß es eine wahre Freude ist."

Der Tagesspiegel, Jan Schulz-Ojala

LEONCE UND LENA
von Georg Büchner
Koproduktion mit dem "theater BBT"
mit: Juschka Spitzer, Heike Steinweg, Ann-Cathrin Sudhoff, Barnaby Metschurat, Rainer Reiners und Maximilian Reiser
Regie: Peter Lüder
Bühne und Kostüme: Norma Mack
Premiere am 12. August 1998
"Lüder hat die Gegensätze des Stückes, die feine Ironie mit Neigung zur beißenden Satire und das ständige Beschwören des Todes im Bewußtsein der Endlichkeit alles Menschlichen, scharf gegeneinander gesetzt. Heftiger Applaus für eine sinnvoll gekürzte und zügige Anderthalb-Stunden-Inszenierung."

Christian Schindler, Berliner Morgenpost, 15.8.98

RABENTHAL
von Jörg Graser
mit: Dominik Bender, Karin Bremer, Johannes Herrschmann,
Thomas Jahn, Ursula Ofner und Matthias Zelic
Regie: Johannes Herrschmann
Bühne: Isolde Wittke
Kostüme: Almut Eppinger
Licht: Urs Hildbrand
Premiere am 22. April 1998
"Ein großartiges, exzentrisches Vergnügen, was uns das Theater zum westlichen Stadthirschen in der ihm eigenen Qualität bietet. "Rabenthal" von Jörg Graser ist eines von jenen jüngeren, dialektverliebten Kraftstücken, wie sie in Konkurrenz zu Werner Schwab entstanden. "Rabenthal" erinnert auch schön an Peter Greenaway's "Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber", wofern die Inszenierung im Stadthirschen wie stets mit geringstem bühnentechnischem Aufwand grandios auskommt."

Thomas Dietz, Berliner Morgenpost

"Das Surreale wird augenzwinnkernd ganz ernst genommen, ohne daß nun allzu nachdrücklich in Bedeutungen und Hintersinn herumgestochert würde. Und wie gesagt: der Fisch hat ganz schön authentisch gezappelt."

Peter Hans Göpfert, radio kultur

"...ZURÜCK IN MEINEN KÄSE UND MEIN NICHTS!"

szenisch-musikalische Bilder zu Fanny Hensel, geb. Mendelssohn-Bartholdy
Eine Koproduktion mit dem Konzerthaus Berlin

mit: Dorothea Gädeke - Fanny Hensel,
Dominik Bender - Felix Mendelssohn-Bartholdy, Chronist, Reisender
Nina von Möllendorff - Sopran,
Elzbieta Sternlicht - Piano, Corinna Jacoby - Violine und Hans-Jakob Eschenburg - Cello
Musikalische Leitung: Elzbieta Sternlicht
Kostüme: Sven Bindseil
Buch: Renate Hellwig-Unruh
Regie: Antje Siebers
Premiere am 14. November 1997

"...ein Fanny-Felix-Spiel aus Primärmaterial, Briefen, Zeitungsberichten und Erfindung, das nicht verstimmt, weil anstelle historisch-kritischer Empfindlichkeit netter Humor um sich greift...Eine listige Publikumsunterrichtung."

Sybill Mahlke, Der Tagesspiegel

Das große Heft
nach dem Roman von Agota Kristof
mit: Dominik Bender, Angela Böhmer, Ria Dietz-Rödiger, Johannes Herrschmann und Heinrich Rolfing
Musik: Peter Haas und Arik Hayut
Regie: Erick Aufderheyde
Bühne: Isolde Wittke
Kostüme: Almut Eppinger
Licht: Urs Hildbrand
Premiere am 3. Oktober 1997
"Die sperrige Parabel von der Bestiewerdung des Menschen ist ein Stück intensiven fast requisitelosen Erzähltheaters, wie es in Berlin im On- wie im Off-Bereich nur noch selten zu sehen ist."

Ute Büsing, TIP

"Ein Abend, der eine böse Geschichte aus einer gar nicht so fernen Zeit hart und schnörkellos erzählt, jenseits von Entertainment. Aber einer, der sich ins Gedächtnis einbrennt."

Gerd Hartmann, ZITTY

SEXUALITE!...Recherchen des burreau surréaliste
Koproduktion des THEATERS ZUM WESTLICHEN STADTHIRSCHEN
mit dem THEATER MAHAGONI
mit: Dominik Bender, Adrian Frieling, Carsten Hentrich, Johannes Herrschmann, Albrecht Hirche und Stefan Lange
Inszenierung: Albrecht Hirche, Ausstattung und Dramaturgie: Kathrin Krumbein;
Licht: Urs Hildbrand
Premiere: 23. April 1997
"Grundlage der Inszenierung sind die zwölf Gespräche über Sexualität, die die Mitglieder des surrealistischen Debattierclubs um André Breton zwischen den Jahren 1928 und 1932 in Paris geführt haben. Dem Trip in die Triebhaftigkeit des Menschen fügten die Stadthirschen und Mahagonier ihre eigenen Reflektionen hinzu und spielen das Ganze so voller Übermut und milden Irrsinns, so sentimental und selbstironisch, als wärs ein Stück von ihnen. Dem zwangsläufigen Fehlen einer Handlung im Sinne einer Geschichte begegnen sie – unter der Regie des Luzie-Darstellers Albrecht Hirche – mit einem gezielten, fein durchdachten und anspielungsreichen Aktionismus."

Regine Bruckmann, zitty 10/97