Was gibt's Neues vom Krieg?
nach dem Roman von Robert Bober
Koproduktion mit den JÜDISCHEN KULTURTAGEN 1996
mit: Dominik Bender, Dirk-Richard Heidinger, Johannes Herrschmann,
Viola Morlinghaus, Ursula Ofner, Andreas Plücken und Fritz Roth
Regie: Adriana Altaras, Bühne: Isolde Wittke, Kostüme: Gioia Raspé
Licht: Urs Hildbrand, Dramaturgie: Rüdiger Bering, Musik: Wolfgang Böhmer
Premiere: 17. November 1996
"Angesichts so vielen Klamauk-Theaters, so vieler erbärmlicher, aufgeputzter Nichtigkeiten ist diese Inszenierung einer gelungenen Roman-Bearbeitung eine Überraschung: Man sitzt im Theater, sieht zu, hört zu, gerät in den Sog einer himmelschreiend lustigen und todtraurigen Geschichte und hat nach anderthalb Stunden das Gefühl, man habe nach Monaten der Dürre wieder einmal einer Aufführung beigewohnt, die nicht verquast, nicht verlogen ist, einer Aufführung, die eine dringende Geschichte erzählt und sie so erzählt, daß man sie nicht vergißt."

Roland H. Wiegenstein, Frankfurter Rundschau, 30.11.96

"Da wäre die Sprache: sehr dicht, sehr poetisch, zart, genau und von großer erzählerischer Wirksamkeit. Da wären die Schauspieler, die ihren Rollen allesamt Farbe, Charakter und Leben verleihen, mit einem großartigen Dominik Bender als gebrochen-aufrechtem Charles im Zentrum. Da wäre schließlich die zurückhaltende, unaufdringliche Inszenierung, die zuallererst auf den Text setzt. Sehr behutsam von Szene zu Szene überleitet und deren skizzenhaften Charakter dabei bewahrt. Sehr warmer, langer Applaus, vor allem auch für Bober, der mit der Premiere zugleich seinen 65. Geburtstag feierte.

Holger Wild, Die Welt, 19.11.96

BLANC & NOIR
Eigenproduktion
nach der Erzählung "Die Hexe" von A. Tschechow

von und mit Ute Wassermann und Elisabeth Zündel
Raum und Licht: Urs Hildbrand
Premiere am 13. Juni 1996

"Aus Stimme und Sprache, Klang und Bewegung, Bügelbrett und Reitpeitsche, Glocken und Brummkreiseln schält sich eine ebenso kunstvolle wie fesselnde Geschichte heraus, die den Text nur als Krücke benutzt, um die unendlichen Möglichkeiten der nonverbalen Phantasie zu umkreisen."

Frank Dietschreit, Der Tagesspiegel, 17.6.96

LIEBLIEB
von Ludwig Fels
Premiere am 19.4.1996
mit Dominik Bender, Dorothea Gädeke, Anna Bardorf, Andrea Naurath und Fritz Roth
Regie: Antje Siebers
Bühne und Kostüme: Barbara Rückert
Licht: Urs Hildbrand
"Theater beweist hier eine schöne Macht, und die Türen, die in der Inszenierung nicht aufgestoßen werden, werden im nachhinein vom Zuschauer durchschritten auf der Suche nach den eigenen Möglichkeiten, der Einlösung der eigenen Sehnsüchte. Das hat nichts mit einer plumpen Überrumpelungsstrategie des Theaters gegen den Zuschauer zu tun, sondern ist die geglückte Wiederbelebung einer ursprünglichen Katharsis, sowohl als Fähigkeit des Publikums alsauch des Mediums Theater."

Mario Stumpfe, ND, 25.4.96

"Zum Erfolg tragen aber vor allem die wunderbaren Schauspieler bei, Dominik Bender als verzweifelt komischer Alkoholiker und die hinreißende Dorothea Gädeke, die Vogelstimmen nachmacht, einen asiatischen Tanz zelebriert oder einfach nur umfällt, wenn ihrer Rosina mal wieder der Boden unter den Füßen entzogen wird."

Ortrun Egelkraut, Berliner Zeitung, 22.4.96

ÖDIPUS
von Susanne Schneider (UA)
Koproduktion mit dem Hebbel-Theater
Premiere: 5. Oktober 1995
Mit Dominik Bender, Dorothea Gädeke, Henning Bochert, Antje Siebers, Andrea Naurath, Gerda Müller, Timo Sturm, Franziska Forster, Mischa Mang, Gudrun Lercher, Claire-Yvonne Kremp, Ruth Preller-Gutdeutsch
Musik: Thomas Wegel, Jörg Miegel, Christian Pittius
Regie: Elisabeth Zündel
Bühne: Urs Hildbrand
Kostüme: Barbara Kessler
Licht: Urs Hildbrand
Dramaturgie: Sylvia Sarnow
"Dieser "Ödipus-Komplex" dient lediglich zur Erheiterung. Das funktioniert auch eine gute Stunde. Dann entwickeln sich Längen, und die wilde Tanzerei wirkt nervend anstrengend. Kurzer freundlicher Applaus bescheinigte dem Westlichen Stadthirschen lediglich einen Achtungserfolg - leider nicht mehr."

EvK, Berliner Morgenpost 8.10.1995

"Die neue Fassung des antiken Stückes folgt weitgehend dem Handlungsablauf des "Oidipus Tyrannos" von Sophokles. Die Protagonisten sind Gestalten von heute. Modern, aktuell - fast eine Science Fiction - treibt das Stück gesellschaftliche Widersprüche auf die Spitze. Die Handlung wird von den großen "Chorliedern" unterbrochen und kommentiert. Der Chor ist die öffentliche Meinung."

Der Tagesspiegel 24.9.1995

La Primavera
Eigenproduktion
Premiere: 9.Juni 1995
Von und mit: Elisabeth Zündel und Vilém Wagner
Bühne und Licht: Urs Hildbrand
"Ein schwungvoller Auftakt der Performancereihe bei den Stadthirschen."

Susanne Nieder, Der Tagesspiegel vom 11.6.1995

Großstadt-Notizen
von Dominik Bender und Christine Schmalor
Koproduktion mit der Schmalor-Theaterproduktion
Premiere: 12. August 1995
Mit Dominik Bender und Anna Clementi
Regie: Christine Schmalor
"Herzerfrischendes spontanes Theater."
Herrmann-Josef Fohsel, zitty
"Eine dramaturgisch wahnwitzige Idee. Spannend aber und anregend ist das merkwürdige Treiben unterm Denkmal
allemal."
Frank Dietschreit, Der Tagesspiegel
Yvonne, die Burgunderprinzessin von Witold Gombrowicz
Premiere: 4.April 1995
Mit Dominik Bender, Suse Mann, Stefan Merki, Viola Morlinghaus, Andrea Naurath, Ursula Ofner, Jürgen Schroer, Antje Siebers, Jens Wachholz und Joey Zimmermann
Regie: Johannes Herrschmann
Bühne: Isolde Wittke
Kostüme: Manfred Schneider
Licht: Urs Hildbrand
Dramaturgie: Ulrike Kitzing
"Die Stadthirschen haben nicht nur einem genialen Stück zu einer der viel zu seltenen Aufführungen verholfen, sie haben mit wenig Aufwand eine schier geniale Inszenierung daraus gemacht."

Gudrun de Frenne, zitty 8/95

"Dieser Abend ist durchweg gelungen... Die Vorstellung von der freien Scene als der Schokoladenseite der Kultur ist ja oft genug nur ein vergeblicher Traum, aber hier jedenfalls beim Stadthirschen gewinnt die Qualität."

Peter Hans Göpfert, SFB 3 5.April 1995

"Die Stadthirschen brillieren mit schauspielerischen Leistungen, dem wirkungsvollen Bünenbild, abendfeinen Kostümen und der klugen Regie. In ihrer Produktion wird die Yvonne zur perfekten Theatermaschine."

Eberhard Spreng, tip 9/95 und Galerie des Theaters vom 7.4.95